USA sagen Venezuela nach Erdbeben Hilfen in Höhe von 300 Millionen Dollar zu

Washington – Die USA haben Venezuela nach dem verheerenden Erdbeben Hilfsgelder in Höhe von mehr als 300 Millionen Dollar (rund 262 Millionen Euro) zugesagt und damit die zuvor angekündigten Hilfen von 150 Millionen Dollar verdoppelt.
Durch die Gelder würden „medizinische Notfallversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen, Unterkünfte, Schutzmaßnahmen sowie logistische Unterstützung gewährleistet“, teilte das Außenministerium in Washington mit.
Die Gelder würden durch Partnerorganisationen wie die UN-Organisation für Migration (IOM), das Welternährungsprogramm (WFP), die Samariter und das Rote Kreuz weitergeleitet werden, hieß es in der Mitteilung. Washington habe zudem vier Such- und Rettungsteams aus mehr als 300 Rettungskräften und fast zwei Dutzend Suchhunden nach Venezuela entsandt.
Venezuela war in der vergangenen Woche von einem Doppel-Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Offiziellen Angaben zufolge kamen mindestens 1.450 Menschen ums Leben. Mehr als 50.000 Menschen werden nach UN-Angaben noch vermisst. Besonders stark war der an der Karibikküste gelegene Bundesstaat La Guaira betroffen.
Das Beben zerstörte zahlreiche Gebäude und beschädigte den internationalen Flughafen Simón Bolívar der Hauptstadt Caracas. Der Flughafen wurde am Samstag teilweise wiedereröffnet. Dabei half auch die US-Armee mit.
Zahlreiche US-Soldaten waren im Einsatz, um den Verkehr am Flughafen sowie auch am Seehafen von La Guaira wieder in Gang zu bringen, wie das US-Südkommando Southcom am Sonntag mitteilte.
Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela haben sich in den vergangenen Monaten verbessert. Nach der Festnahme des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz Anfang Januar begann die Regierung von US-Präsident Donald Trump, mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez zusammenzuarbeiten.
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