Verband: Bei Drogensucht der Kinder zu wenig Hilfen für Eltern

Bochum – Für Angehörige drogensüchtiger Kinder gibt es nach Einschätzung der Eltern-Arbeitsgemeinschaft Arwed noch zu wenig Unterstützung. Dabei haben viele Eltern in Deutschland Kinder in der Pubertät oder im jugendlichen Alter, die Drogen konsumieren, wie die Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise drogengefährdeter und abhängiger Menschen betonte.
Sie stellte heute einen „Erfahrungsweitergeber“ vor, den Arwed und die Stiftung Christiane F. Foundation erarbeitet hatten – unter anderem gefördert von der AOK Rheinland/Hamburg. Er soll Angehörige unterstützen, könne aber auch Erkenntnisse für Suchthilfe und Suchtberatung liefern.
Eltern seien hoch verunsichert, wenn ihre Kinder Drogen konsumierten, schilderte der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LVR-Universitätsklinik in Essen, Norbert Scherbaum. Sie wüssten nicht, wie Drogen wirkten, wie sie sich gegenüber ihrem suchtgefährdeten Nachwuchs verhalten sollten und wo sie Hilfe bekommen könnten.
In der Psychiatrie gewinne der „Trialog“ an Bedeutung: „Es geht bei der Suchterkrankung nicht nur um die Erkrankten und die Profis, sondern auch um die Eltern und Angehörigen“, so Scherbaum.
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