Vermischtes

Vernetzung für eine bessere Versorgung auf dem Land umstritten

  • Donnerstag, 11. Januar 2018

Frankfurt am Main – Die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen ist eine zunehmende Herausforderung. Laut dem Future Health Index 2017 des Unternehmens Philips sind die Mehrheit der Bevölkerung (69 Prozent) und der größere Teil der Ärzte (79 Prozent) in Deutschland davon überzeugt, dass der Zugang zur Gesundheits­versorgung auf dem Land schlechter ist als in Großstädten. Die Studie erfasst anhand von Umfragen und Interviews mit mehr als 33.000 medizinischen Fachkräften, Versi­che­rern und Bürgern, wie gut die Gesundheitssysteme in 19 Ländern aufgestellt sind.

Der Technologiekonzern Philips sieht in einer vernetzten Versorgung eine Chance für ländliche Regionen. „Als vernetzte Versorgung wird die sektorenübergreifende Zusam­menarbeit aller an der Gesundheitsversorgung beteiligten Personen, Institutionen und Unternehmen unter Einsatz digitaler Technologien bezeichnet“, definiert das Unter­nehmen. Vernetzte Versorgung könne schwere Verläufe und akute Verschlechterungen bei chronischen Erkrankungen verhindern sowie Patienten einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Dies ist allerdings in der Bevölkerung und auch bei Ärzten in Deutschland umstritten: Von den Patienten sind laut der Umfrage 41 Prozent der Meinung, dass eine vernetzte Versorgung die Versorgungslage auf dem Land verbessern kann. 25 Prozent glauben dies nicht. Von den Ärzten setzen 36 Prozent auf eine vernetzte Versorgung, 24 Prozent glauben nicht an deren Potenzial. „Jüngere Ärzte zeigen mit fast 100 Prozent eine deutlich höhere Akzeptanz für die vernetzte Versorgung, während nur etwas mehr als die Hälfte der älteren Ärzte (65 Prozent) von ihren Vorteilen überzeugt ist“, berichtet Philips.

Den größten Mehrwert vernetzter Versorgungstechnologien sieht die deutsche Bevöl­kerung der Studie zufolge vor allem bei Diagnosen (62 Prozent) und ambulanter Pflege (34 Prozent). Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Ärzten ab: 57 Prozent sehen großes Potenzial bei der Diagnostik, 45 Prozent bei der ambulanten Pflege.

hil

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