Ärzteschaft

Vertragsärzte streiten sich mit RKI über Meldung von Coronaimpfungen

  • Donnerstag, 16. Dezember 2021
/dpa, Hauke-Christian Dittrich
/dpa, Hauke-Christian Dittrich

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) streitet sich einem Bericht zufolge mit dem Ro­bert-Koch-Institut (RKI) über die Meldung der verabreichten Coronaimpfungen.

In einem Brief an den Bundesge­sundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) weist die KBV Vorwürfe zurück, wegen unzureichen­der Dokumen­tation durch die niedergelassenen Ärzte werde womöglich eine zu nie­drige Impfquote aus­ge­wiesen, wie das Magazin Business Insider heute berichtete.

Während Impfzentren, Krankenhäuser und mobile Impfteams ihre Daten mit einer speziellen Anwendung namens „Digitales Impfmonitoring“ an das RKI übermitteln, nutzen niedergelassene Ärzte diese nicht.

Nach Angaben des RKI schicken die Vertagsärzte ihre Impfdaten täglich an die KBV, die Privatärzte wie­de­­rum nutzen eine weitere Plattform. Von beiden Portalen würden die Daten „täglich vom RKI abgeru­fen“, heißt es auf der Internetseite des Instituts.

Laut dem Bericht von Business Insider hatte RKI-Chef Lothar Wieler den niedergelassenen Ärzten vorge­worfen, sie dokumentierten die Impfungen nicht ordnungsgemäß. Dagegen wende sich nun die KBV.

„Dass beim RKI möglicherweise fehlende oder lückenhafte Daten über die (...) Impfungen vorliegen, ist vielmehr darin begründet, dass das RKI diese Daten nicht in Empfang nehmen kann, weil es bis heute die hierfür vorgesehene Datenschnittstelle nicht realisiert hat“, zitierte das Magazin aus dem Brief an Lauter­bach.

afp

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