Wahlkampf um Vorsitz beim Aktionsbündnis Patientensicherheit

Berlin – Um die künftige Führung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) gibt es einen regelrechten Wahlkampf. So haben sich insgesamt drei Kandidatinnen und Kandidaten sowie weitere Personen für den geschäftsführenden Vorstand auch in öffentlichen Beiträgen auf Social Media beworben. Ebenso gibt es zehn Bewerbungen für den sechs Posten des Beisitzes im Vorstand.
Das geht aus einer Liste hervor, die den über 450 institutionellen sowie rund 400 Einzelmitgliedern der APS zugegangen ist und dem Deutschen Ärzteblatt vorliegen. Die Mitgliederversammlung kommt am 21. November in Berlin zusammen und wählt den Vorstrand für die kommenden drei Jahre. Die bisherige APS-Vorsitzende Ruth Hecker tritt nicht mehr an.
Für den ehrenamtlichen APS-Vorsitz hat unter anderem ein Dreierteam den Hut in den Ring geworfen, wie mehrere öffentliche Social-Media-Posts zeigen. So will – in alphabetischer Reihenfolge – Irit Nachtigall APS-Vorsitzende werden. Nachtigall ist Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin beim Berliner Klinikkonzern Vivantes und Professorin für Infektiologie und Hygiene an der Medical School Berlin.
Sie bewirbt sich mit zwei weiteren Mitstreiterinnen: So tritt zur Wahl als stellvertretende Vorsitzende Martina Stamm-Fibich an. Die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete hatte sich im Parlament als Gesundheitspolitikerin und Vorsitzende des Petitionsausschuss auch für die Belange von Patienten sowie Patientensicherheit eingesetzt. Als dritte im Bunde für den Posten der Generalssekretärin will Rieke Schulz, geschäftsführende Gesellschafterin des Beratungsunternehmens Pathways Public Health, antreten.
Die zweite Bewerbung für den künftigen APS-Vorsitz hat Joachim Maurice Mielert abgegeben. Mielert ist seit der vergangenen Vorstandswahl bereits im APS-Vorstand als Generalsekretär ehrenamtlich tätig.
Die dritte Bewerbung für den Vorsitz kommt von Heidemarie Haeske-Seeberg. Sie war zuletzt für Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement sowie die Staabsstelle Qualitätsmanagement der Sana Kliniken in Ismaning zuständig. Sie war auch Mitglied der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung des früheren Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Für den stellvertretenden Vorsitz liegen den Mitgliedern zwei weitere Bewerbungen vor: So kandidiert Grit Jugl, Beraterin sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin für die BSW-Fraktion im Landtag Thüringen, für die Stellvertretung des Vorstandes.
Auch Albrecht Stier, aktuell Vorsitzender des Tumorzentrums Erfurt und ehemaliger Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios Klinikum Erfurt, bewirbt sich bei der Mitgliederversammlung Ende November um diesen ehrenamtlichen Posten.
Neben den drei Geschäftsführenden Vorständen gibt es in der APS-Vereinssatzung auch sechs Beisitzerinnen und Beisitzer im Vorstand. Dafür liegen derzeit zehn Bewerbungen – in alphabetischer Reihenfolge – vor:
Anke Jentzsch (Leiterin Stabsstelle Pflegeentwicklung am Städtischen Klinikum Dresden), Silke Kuske (Professorin für Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf), Sibylle Malinke (Verband der Ersatzkassen), Klaus Markstaller (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Augsburg), Frederik Meilwes (Unternehmensberater aus Detmold), Michael Rosentreter (Pflegewissenschaftler, Hamburg), Hanna Seidling (Pharmazeutin Uniklinikum Heidelberg), Rainer Petzina (Rektor an der MSH Medical School Hamburg), Karsten Piater (Projektmanager, Brandenburg).
Erneut für den Beisitz im Vorstand kandidiert Stefan Schröder, Facharzt für Anästhesiologie am Krankenhaus Düren.
Zu den institutionellen Mitgliedern des APS gehören unter anderem viele große Krankenkassen, die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, einzelne Krankenhausunternehmen, Krankenhausverbände sowie die Gesundheitsministerien der Bundesländer Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.
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