Warum Patienten Ärzte im Internet bewerten
Berlin – Dankbarkeit gegenüber dem behandelnden Arzt und der Wunsch, anderen Arztsuchenden bei ihrer Entscheidung für einen passenden Mediziner zu helfen, gehören zu den wichtigsten Motiven von Patienten, ihre Ärzte im Internet auf Bewertungsportalen zu beurteilen. Außerdem wollen sie Ärzten damit ein Feedback ihrer Arbeit geben. Das berichtet das Online-Bewertungsportal jameda nach einer Studie mit 3.000 Internetnutzern.
35,9 Prozent von ihnen haben schon einen Arzt bewertet oder könnten sich dies vorstellen. In dieser Gruppe sind es vor allem drei Typen, denen sich die Bewerter zuordnen lassen: „die Hilfsbereiten“, „die Optimierer“ und „die Emotionalen“. Fast jeder zweite Befragte gehört demnach der Gruppe der Hilfsbereiten an, nämlich 46 Prozent. Als Hauptgrund für die Abgabe einer Online-Bewertung nennen sie die Möglichkeit, damit anderen zu helfen.
Mit 19,4 Prozent stellen „die Optimierer“ die zweitgrößte Gruppe dar. Sie sehen Online-Bewertungen als Chance, konstruktive Rückmeldung zu geben, so Ärzte sich verbessern können. Die drittgrößte Gruppe machen mit 17,7 Prozent „die Emotionalen“ aus. Sie möchten mit einer Bewertung ihre Dankbarkeit oder aber ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen.
Die Studie signalisiert außerdem, dass ausschließlich positive Bewertungen fast jeden Zweiten an der Glaubwürdigkeit der Bewertungen zweifeln lassen (46,9 Prozent). „Vereinzelte kritische Bewertungen können sich für den betroffenen Arzt somit also als durchaus vorteilhaft herausstellen“, hieß es von dem Bewertungsportal.
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