Welthungerhilfe: Bekämpfung von Hunger durch Kürzungen schwieriger

Berlin/Nairobi – Die Welthungerhilfe beklagt immer schwierigere Rahmenbedingungen bei der Bekämpfung von Hunger auf der Welt – auch durch Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. „Im aktuellen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 wird die Halbierung der humanitären Hilfe fortgeschrieben“, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin.
Krisenbewältigung, Wiederaufbau und Infrastruktur sowie Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme würden im Haushalt des Entwicklungsministeriums überproportional zwischen 30 und 40 Prozent gekürzt, kritisierte Thieme. Dabei seien Hunger- und Armutsbekämpfung als prioritäre Bereiche in der Strategie des Ministeriums festgelegt worden.
Das vergangene Jahr sei einmal mehr von Krisen und Konflikten geprägt gewesen, etwa im Gazastreifen, in der Ukraine und im Sudan, sagte Thieme. Nach den verfügbaren Zahlen hungerten weltweit 673 Millionen Menschen, hinzu kämen die Folgen des Klimawandels mit starken Dürren, zunehmenden Überschwemmungen in immer kürzeren Abständen.
Internationale Zusammenarbeit sei eine Investition in Frieden, Stabilität und gemeinsame Sicherheit, so Thieme. „Wer heute in die Überwindung von Hunger und Armut investiert, verhindert die Krisen von morgen.“
Im vergangenen Jahr habe die Welthungerhilfe mit ihrer Arbeit 19 Millionen Menschen in 37 Ländern erreicht, sagte Mathias Mogge, der Generalsekretär der Organisation. Ein Schwerpunkt der Arbeit sei in Afrika gewesen, wo Hunger nach wie vor besonders groß sei.
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