WHO: Zu hoher Salzkonsum für Millionen Todesfälle verantwortlich

Genf – Die meisten Menschen nehmen zu viel Salz zu sich, oft versteckt in Fertiglebensmitteln und Imbissen. Dabei sei Salz der ernährungsbedingte Risikofaktor Nummer eins für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern in Genf.
Statt nach dem empfohlenen Grenzwert maximal zwei Gramm Natrium oder fünf Gramm Kochsalz pro Tag liege der durchschnittliche Konsum bei mehr als dem Doppelten. Nach WHO-Schätzungen für das Jahr 2023 trug dies zu 1,7 Millionen Todesfällen weltweit bei.
Laut der UN-Organisation droht der 2015 gefasste Vorsatz einer weltweiten Natriumreduktion um 30 Prozent bis 2030 verpasst zu werden. Die WHO veröffentlichte einen aktualisierten Leitfaden, der die Länder bei entsprechenden Bemühungen unterstützen soll. Dazu gehören Vorschläge für Kennzeichnungspflichten, Höchstgrenzen, Werbebeschränkungen und steuerliche Maßnahmen.
„Übermäßiger Salzkonsum gehört weltweit nach wie vor zu den wichtigsten vermeidbaren Todesursachen“, erklärte Luz Maria De Regil, Leiterin für Ernährung und Lebensmittelsicherheit bei der WHO. „Die Einführung verbindlicher Richtlinien zur Senkung der Natriumaufnahme ist eine der kosteneffizientesten Maßnahmen, die Länder ergreifen können, um die Bevölkerung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.“
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit:
1