Vermischtes

Wie Rettungsdienste auch bei Extremwetter effizient arbeiten können

  • Freitag, 13. Februar 2026
/pattilabelle, stock.adobe.com
/pattilabelle, stock.adobe.com

Winnenden/Berlin – Künstliche Intelligenz (KI), datenbasierte Prognosen und simulationsgestützte Planung können Leitstellen und Rettungsdienste dabei unterstützen, Notfälle auch unter Extremwetterbedingungen zu bewältigen. Das geht aus einem Forschungsprojekt hervor, das die Björn Steiger Stiftung koordiniert hat. 

Das Forschungsprojekt „AIRCIS“ (Artificial Intelligence in Rescue Chains) zeigt, dass Leitstellen über große Datenmengen verfügen, deren systematische Nutzung durch KI jedoch besser ausgeschöpft werden kann. Die Arbeitsgruppe hat dazu reale Leitstellendaten, Wetter- und Geodaten sowie Mobilitätsinformationen in einem integrierten Modell zusammengeführt. 

Es zeigte sich, dass belastbare Szenarien, Frühwarnindikatoren und abgestimmte Einsatzkonzepte wichtige Voraussetzung für eine systematische Planung auch unter extremen Bedingungen sind. KI-gestützte Prognose- und Simulationswerkzeuge ermöglichen laut dem Projekt, Ressourcen effizienter einzusetzen und Reaktionszeiten zu verbessern.

Technisch modern ausgestattete und überregional vernetzte Leitstellen könnten demnach deutlich resilienter auf außergewöhnliche Lagen reagieren als kleinteilige, heterogene Strukturen. Voraussetzung für eine ganzheitliche Analyse und Steuerung der Rettungsketten sind laut dem Projekt bundesweit harmonisierte Datenmodelle und Schnittstellen.

„Die Handlungsempfehlungen des Projekts bestätigen unsere langjährigen Forderungen nach leistungsfähigen Leitstellenstrukturen in Deutschland. Jetzt kommt es darauf an, diese Erkenntnisse konsequent in politische Entscheidungen und praktische Umsetzung zu überführen“, sagte Joachim von Beesten, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung.

Das Forschungsprojekt wurde mit insgesamt knapp drei Millionen Euro gefördert. 75 Prozent der Fördersumme kamen vom Bundesministerium für Verkehr (BMV). Projektpartner waren das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit, die Industrieanlagen Betriebsgesellschaft mbH, die Brandenburgische Universität Cottbus-Senftenberg, das Start-up MOXI und die Integrierte Regionalleitstelle Cottbus.

„Ob in der Stadt, auf dem Land, bei Hitze oder Hochwasser: Das KI‑gestützte Prognose- und Simulationssystem unterstützt Leitstellen bei der gezielten Planung von Ressourcen und hilft somit Menschenleben zu retten“, sagte Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung