Politik

Wilke: In Brandenburg wird keine Geburtsklinik mehr geschlossen

  • Donnerstag, 3. September 2026
Gesundheitsminister René Wilke (SPD) /picture alliance, Britta Pedersen
Gesundheitsminister René Wilke (SPD) /picture alliance, Britta Pedersen
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Potsdam – Nach der Schließung der Geburtsklinik am Immanuel-Klinikum in Bernau hat Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) die Schließung weiterer derartiger Einrichtungen ausgeschlossen. Ziel der Landesregierung sei es, in möglichst jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt eine Geburtsklinik zu haben. Alle Standorte sollten künftig sowohl eine Geburtshilfe und eine Kinder- und Jugendmedizin vorhalten.

Man wolle eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung werdender Eltern trotz rückläufiger Geburtenzahlen erreichen. „Um es ganz klar zu sagen: Keine weitere Schließung einer Geburtsklinik würde aktuell in diese Prämissen hineinpassen“, so Wilke.

Während die bisherigen Schließungen von Geburtskliniken in Brandenburg im Einvernehmen mit dem Ministerium geschahen, wäre das künftig „nicht mehr im Einvernehmen mit uns zu machen“. Für absehbare Zeit seien aus seiner Sicht die vorhandenen Standorte von Geburtskliniken zu halten, weil sie den Prämissen der Landesregierung entsprechen.

Wilke äußerte sich im Ausschuss auch zur Schließung der Gefäßchirurgie am Ernst von Bergmann-Klinikum in Potsdam und einem Todesfall, zu dem es Medienberichten zufolge gekommen sei, weil in dem Maximalversorger entgegen anderslautender Ankündigungen kein Gefäßchirurg mehr zur Verfügung gestanden haben soll.

Das Kooperationsmodell in Potsdam, wonach die Gefäßchirurgie nur am St. Joseph-Krankenhaus angeboten werden soll, und andere Bereiche dafür am Ernst-von-Bergmann-Klinikum vorgehalten werden, halte er für „absolut sinnhaft“.

„Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum hat eingeräumt, dass es im Prozess der Restrukturierung der beiden Kliniken nicht gelungen ist, Gefässchirurgen zu halten“, sagte Wilke. Mittlerweile soll das entsprechende Personal aber vorhanden sein. Zum Todesfall selbst wollte sich Wilke im Ausschuss nicht äußern. Hierzu sollten die entsprechenden Untersuchungen abgewartet werden.

benl

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