Hochschulen

Zehn Prozent mehr Landesmittel für Medizinische Hochschule Brandenburg

  • Mittwoch, 2. September 2026
/picture alliance, Bernd Settnik
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Potsdam – Die private Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) soll künftig zehn Prozent mehr Landesmittel erhalten – insgesamt 6,6 Millionen Euro pro Jahr. Das geht aus dem Entwurf des Brandenburger Doppelhaushalts für die Jahre 2027 und 2028 hervor, der gestern vom Kabinett beschlossen wurde.

„Die MHB bildet seit mehr als zehn Jahren praxisnah und äußerst erfolgreich Ärzte, Psychologen und neuerdings auch Zahnärzte aus“, sagte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) dem Deutschen Ärzteblatt. Sie leiste damit als nicht staatliche, aber gemeinwohlorientierte Hochschule einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Schüle bezeichnete es als „ungewöhnlich“, dass ein Land eine nicht staatliche Hochschule fördere. Aber die MHB sei auch ungewöhnlich gut. Fortgesetzt wurde im Haushaltsplan auch die jährliche Steigerung der Ausgaben für die übrigen Universitäten und Fachhochschule.

Die Ausgaben steigen demnach von 473 Millionen Euro im Jahr 2026 trotz eines Beitrags der Hochschulen zur Reduzierung der Personalausgaben auf 478,9 Millionen Euro im Jahr 2027 und werden bis 2028 auf 487,9 Millionen Euro weiter erhöht. Dabei werden die aus Minderausgaben der Vorjahre resultierenden Hochschulrücklagen abgebaut.

Auf hohem Niveau erfolgt auch die weitere Bezuschussung der Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) für die Bereiche Forschung und Lehre sowie Krankenversorgung. Wie es in einer Mitteilung des Finanzministeriums heißt, sollen die investiven Zuschüsse in Form von Kapitaleinlagen an die MUL-CT ausgereicht werden. Damit würden entsprechende Ausgaben in den Jahren 2027 und 2028 in Höhe von 39,6 Millionen Euro beziehungsweise 40,3 Millionen Euro sichergestellt.

Im Bereich des Gesundheitsministeriums sieht der Entwurf des Haushalts eine Fortsetzung und Stärkung des „Pakts für Pflege“ vor. Die Mittel dafür wachsen von 12,5 Millionen Euro in 2027 auf 13 Millionen Euro in 2028. Für die Krankenhäuser will das Land jährlich 215 Millionen Euro ausgeben. Dabei sollen 120 Millionen Euro als „Krankenhauspauschale“ und 25 Millionen Euro Investitionsmittel pro Jahr aus dem Kernhaushalt stammen.

Weitere 70 Millionen Euro sollen aus dem Ende 2025 beschlossenen Sondervermögen „Zukunftspaket Brandenburg“ in die Krankenhäuser fließen. Für den Transformationsfonds will das Land 630 Millionen Euro über zehn Jahre bereitstellen.

420 Millionen Euro davon sollen ebenfalls aus dem „Zukunftspaket Brandenburg“ stammen. Das zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung entwickelte Landarztstipendium soll mit 18 Stipendien fortgeführt werden. Zwei der Stipendien sollen allerdings angehenden Zahnärzten zur Verfügung gestellt werden. Bisher wurden alle 18 Stipendien für Mediziner verwandt.

benl

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