Vermischtes

Wissenschaftliches Institut der AOK: Beitrag zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen

  • Mittwoch, 23. November 2016

Berlin – Den Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu mehr Trans­pa­renz im Gesundheitswesen lobten Vertreter der Krankenkasse, von Politik und Wissen­schaft gestern Abend in Berlin anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Instituts. „Mit seiner langjährigen Forschung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat das WIdO wichtige Beiträge für die Entwicklung und Verbesserung der Gesund­heits­versorgung in Deutschland geleistet und das AOK-System bei seinen Aufgaben unter­stützt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Er betonte zugleich die Unabhängigkeit des Instituts trotz seiner Verankerung innerhalb der AOK-Strukturen. Sie sei die Voraussetzung für wissenschaftliche Glaubwürdigkeit.
Eine der umstrittensten Publikationen des WIdO ist sicherlich der seit 1985 jährlich er­scheinende Arzneiverordnungsreport, der Verordnungsdaten auswertet sowie die Markt­entwicklung und Einsparpotenziale aufzeigt.

1997 mussten Passagen geschwärzt werden, weil Pharmaunternehmen im Zuge einer einstweiligen Anordnung gegen Aussagen über unwirtschaftliche Arzneimittel vorge­gan­gen waren, wie der ehemalige Herausgeber, Dieter Paffrath, erinnerte: „Die Industrie hat damit aber genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie erreichen wollte.“

Zu den Laudatoren gehörte auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Das WIdO sei aus der gesundheitspolitischen Debatte nicht mehr wegzudenken, sagte der Minister. Voraussetzung für eine gute medizinische Versorgung sei der kluge Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Dazu benötige man wissen­schaftliche Erkennt­nisse.

„Ob mit Untersuchungen zu Arzneimittelausgaben, Behandlungsqualität oder Kran­­ken­stand, das WIdO sorgt mit seiner Arbeit seit 40 Jahren für interessante Diskussions­grund­lagen und Transparenz im Gesundheitswesen“, meinte Gröhe. Das Institut fungiere als Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik.

HK

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