Wissenschaftliches Institut der AOK: Beitrag zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen
Berlin – Den Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen lobten Vertreter der Krankenkasse, von Politik und Wissenschaft gestern Abend in Berlin anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Instituts. „Mit seiner langjährigen Forschung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat das WIdO wichtige Beiträge für die Entwicklung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland geleistet und das AOK-System bei seinen Aufgaben unterstützt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.
Er betonte zugleich die Unabhängigkeit des Instituts trotz seiner Verankerung innerhalb der AOK-Strukturen. Sie sei die Voraussetzung für wissenschaftliche Glaubwürdigkeit.
Eine der umstrittensten Publikationen des WIdO ist sicherlich der seit 1985 jährlich erscheinende Arzneiverordnungsreport, der Verordnungsdaten auswertet sowie die Marktentwicklung und Einsparpotenziale aufzeigt.
1997 mussten Passagen geschwärzt werden, weil Pharmaunternehmen im Zuge einer einstweiligen Anordnung gegen Aussagen über unwirtschaftliche Arzneimittel vorgegangen waren, wie der ehemalige Herausgeber, Dieter Paffrath, erinnerte: „Die Industrie hat damit aber genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie erreichen wollte.“
Zu den Laudatoren gehörte auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Das WIdO sei aus der gesundheitspolitischen Debatte nicht mehr wegzudenken, sagte der Minister. Voraussetzung für eine gute medizinische Versorgung sei der kluge Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Dazu benötige man wissenschaftliche Erkenntnisse.
„Ob mit Untersuchungen zu Arzneimittelausgaben, Behandlungsqualität oder Krankenstand, das WIdO sorgt mit seiner Arbeit seit 40 Jahren für interessante Diskussionsgrundlagen und Transparenz im Gesundheitswesen“, meinte Gröhe. Das Institut fungiere als Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik.
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