Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Berlin – Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter und hat den tiefsten Stand seit Mitte der 1980er-Jahre erreicht. Zum Jahresende 2018 gab es 19.423 öffentliche Apotheken, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) heute in Berlin mitteilte. Das waren 325 weniger als noch im Vorjahr. Die Apothekendichte ging damit von 24 auf 23 Apotheken pro 100.000 Einwohner zurück.
ABDA-Präsident Friedemann Schmidt warnte vor einem Ende der flächendeckenden Arzneimittelversorgung. Der Abwärtstrend bei der Apothekenzahl zeige, dass „die Apotheken eine bessere fachliche und ökonomische Perspektive brauchen“. Die Politik habe verstanden, dass gesetzgeberische Eingriffe notwendig seien und müsste diese „zügig“ auf den Weg bringen.
Im vergangenen Jahr wurden 97 Apotheken neu eröffnet, während 422 schlossen. Die Zahl der Inhaber sankt von 15.236 auf 14.882, weil mehr Filialen entstanden. In Deutschland ist es Apothekern erlaubt, neben der Hauptapotheke bis zu drei Filialen in enger räumlicher Nähe zu betreiben.
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