Vermischtes

Zahl der Apotheken weiter gesunken

  • Dienstag, 13. Januar 2026
/picture alliance, Hauke-Christian Dittrich
/picture alliance, Hauke-Christian Dittrich

Berlin – Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) heute mit.

Demnach gab es zum Jahresende noch bundesweit 16.601 Apotheken. Das waren demnach 440 oder 2,6 Prozent weniger als Ende 2024. Damit sei „der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht“. Der Apothekerverband machte für die Entwicklung unzureichende Kostenerstattungen verantwortlich.

Seit der Umstellung auf das fixe Packungshonorar für Arzneimittel vor 22 Jahren habe es im Jahr 2013 nur einmal eine Erhöhung der Beträge gegeben. „Dieser Stillstand hat zur Folge, dass seit 2013 jede fünfte Apotheke schließen musste“, hieß es. Damals habe es noch 20.662 Apotheken in Deutschland gegeben und damit 4.061 mehr als heute.

„Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn die Resilienz unserer Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung wird mit jeder Apothekenschließung weiter geschwächt“, sagte ABDA-Präsident Thomas Preis. Durch den Wegfall von Apotheken müssten immer mehr Menschen „weitere Wege bis zur nächsten Apotheke zurücklegen“.

Angesichts von Kostensteigerungen und fehlender Anhebung der Erstattung sei für viele Apotheken „ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar“, erklärte Preis weiter. Er forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.

Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag bereits darauf verständigt, das fixe Apothekenhonorar pro Medikamentenpackung einmalig auf 9,50 Euro zu erhöhen. Preis kritisierte es vor dem Hintergrund von Apothekenschließungen als „vollkommen unverständlich“, dass dies bisher nicht umgesetzt werde.

afp

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung