Vermischtes

Zahl der Berufsabschlüsse von Ausländern steigt vor allem in Gesundheitsberufen

  • Dienstag, 28. August 2018
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Wiesbaden – Deutsche Behörden haben im vergangenen Jahr den beruflichen Abschluss von knapp 22.000 Ausländern anerkannt. Das waren rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen medizinische Berufe wie Ärzte, Pfleger oder Physiotherapeuten. Aus dieser Berufsgruppe stammten laut Bundesamt allein 23.500 der 2017 bearbeiteten Verfahren.

Insgesamt bearbeiteten die für die Anerkennung zuständigen Stellen im vergangenen Jahr rund 31.100 Anerkennungsverfahren, darunter 25.000 Neuanträge, wie die Statistiker mitteilten. Zu 8.000 dieser laufenden Anträge war demnach Ende 2017 noch keine Entscheidung gefallen.

13.600 Anträge wurden laut Statistik als vollständig, 8.200 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beschieden – insgesamt also 21.800. Negativ beschieden wurden 470 Anträge. Die Angaben stammen aus der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse regelt.

Die Anerkennungsverfahren von in der Europäischen Union erworbenen Abschlüssen sank 2017 gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Die Zahl der Verfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland erhöhte sich dagegen um 31 Prozent, aus dem außereuropäischen Ausland um 36 Prozent.

Am häufigsten waren demnach Anträge von Menschen mit einer in Syrien abgeschlossenen Berufsausbildung (3.600). Ihre Zahl nahm gegenüber 2015 um 80 Prozent zu. Dahinter folgen Anerkennungsverfahren zu Abschlüssen aus Bosnien-Herzegowina (3.100) und Serbien (2.400).

dpa/afp

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