Zeitumstellung belastet in Deutschland immer mehr Menschen

Hamburg – Die anstehende Umstellung der Uhr auf die Sommerzeit empfinden immer mehr Menschen in Deutschland als Belastung. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Befragung der DAK-Gesundheit. Offenbar steigt auch die Zahl der Herzinfarkte nach der Umstellung. Eine statistische Auswertung von Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit zeigt: Während normalerweise täglich im Schnitt 45 Personen einen akuten Herzinfarkt erleiden, sind es an den drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit 54 – ein Anstieg von 20 Prozent. Männer und Frauen sind etwa gleich betroffen.
Laut der DAK-Befragung führt die Zeitumstellung bei den meisten Menschen dazu, dass sie sich schlapp und müde fühlen. 81 Prozent der Befragten haben dies schon erlebt. Zwei Drittel leiden unter Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Jeweils gut 40 Prozent können sich schlechter konzentrieren oder sind gereizter als sonst. Jeder Zehnte nennt depressive Verstimmungen als Folge.
Zeitgleich mit den Problemen steigt die Ablehnung in der Bevölkerung. 74 Prozent halten die Zeitumstellung für überflüssig. 2013 sagten das nur 69 Prozent. Am wenigsten Probleme haben die unter 30-Jährigen mit der Zeitumstellung. In dieser Altersgruppe wollen nur knapp 60 Prozent, dass sie abgeschafft wird. Bei den über 60-Jährigen sind es mit 79 Prozent deutlich mehr.
In diesem Jahr werden die Uhren am Ostersonntag um zwei Uhr früh um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt.
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