Ärzteschaft

Ärztekammer Baden-Württemberg für mehr Kooperation von Schule und Gesundheitswesen

  • Montag, 12. November 2018
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Reutlingen – Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat sich für eine bessere Vernetzung von Pädagogen und Ärzten ausgesprochen. Hintergrund sei, dass die Zahl der Kinder mit chronischen gesundheitlichen Problemen deutlich steige, sagte Andreas Oberle vom Ausschuss „Kinder und Jugendliche“ der Ärztekammer, anlässlich eines interdisziplinäres Symposiums.

Krankheiten wie Allergien, Fettleibigkeit, Hyperaktivitätsstörungen, Asthma oder Diabetes beeinträchtigen seinen Angaben zufolge das Lernvermögen. In der Betreuung sei dies bislang nicht angekommen.

Aus Sicht der Landesärztekammer sollen gesundheitliche Einschränkungen künftig auch in den Schulen mehr berücksichtigt werden. In Baden-Württemberg gebe es bisher nur in Ausnahmefällen Schulkrankenschwestern.

„Wir wollen voranbringen, dass es Gesundheitsfachkräfte an Schulen gibt“, sagte Stefan Meißner von der Abteilung Schule und Bildung im Regierungspräsidium Tübingen. An einigen Schulen gebe es den Wunsch, beispielsweise Vorbeugung nicht nur über niedergelassene Kinder- und Jugendärzte oder weitergebildete Lehrer aufzufangen.

„Wenn der Hausmeister nur Zuckerhaltiges verkauft oder die Stühle schief sind, kann eine Gesundheitsfachkraft vor Ort das besser sehen als jemand, der nur außerhalb Präventionsarbeit macht“, sagte Meißner.

dpa

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