Schulgesundheitsfachkräfte für Hamburger Grundschulen

Hamburg – In Hamburg sollen ab dem kommenden Schuljahr 15 Schulgesundheitsfachkräfte arbeiten. Sie werden an 29 Grundschulen zum Einsatz kommen, an denen die Kinder über schlechtere Gesundheitschancen verfügen.
„Damit möglichst viele Schüler in Hamburg gleichermaßen die Chance haben, gesund aufzuwachsen, sollen Präventionsbedarfe rechtzeitig erkannt und Gesundheitsförderung in den schulischen Alltag integriert werden“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).
Mit den neuen Schulgesundheitsfachkräften erhielten die Schüler, aber auch Eltern und Lehrkräfte, fachliche Unterstützung an die Seite gestellt, die im direkten Lebensumfeld der Kinder als erste Ansprechpartner für gesundheitliche Fragen zur Verfügung stünden, erste Hilfe leisteten, aber auch präventiv arbeiten könnten.
Es werde dabei unter anderem um die Themen Ernährung, Bewegung, Hygiene sowie psychische Gesundheit gehen. „Durch die Beteiligung durch die Schulärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes werden auch medizinische Kompetenzen einfließen“, betonte Prüfer-Storcks.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) sowie die Hamburger Gesundheits- sowie die Schulbehörde setzen das Projekt ab 2020 für fünf Jahren um. „Mit den Schulgesundheitsfachkräften unterstützen die Ersatzkassen maßgeblich ein Modellprojekt, das für Hamburger Kinder aus sozial benachteiligten Elternhäusern gleiche Startbedingungen für ein gesundes Leben schaffen soll“, sagte Kathrin Herbst, Leiterin der Hamburger Landesvertretung des vdek.
Eine Koordinierungsstelle wird das Projekt fachlich begleiten. Die Evaluation soll unter anderem zeigen, wie die Schüler von der Förderung profitieren und wie ihre Familien erreicht werden können.
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