Ärztekammern rufen Frauen zu Engagement in der Berufspolitik auf

Berlin – Die Ärztekammer Berlin und die Ärztekammer Hessen ermutigen die Frauen im Gesundheitswesen, sich stärker der Berufspolitik zu engagieren.
Der Anteil der Frauen in ärztlichen Berufen werde immer größer. Dennoch seien sie in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert, hieß es aus Berlin. „Wir brauchen mehr Ärztinnen in den berufspolitischen Vertretungen“, betonte der Präsident der Ärztekammer Berlin, Peter Bobbert.
Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Edgar Pinkowski, erneuerte seinen Aufruf aus dem vergangenen Jahr. „Es geht mir weniger um eine exakte Projektion der Geschlechterverhältnisse, aber doch um mehr Sichtbarkeit von Frauen in unserer Kammer“, sagte Pinkowski.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die Vielfalt der hessischen Ärzteschaft auch in Ausschüssen, Kommissionen und vor allem im Prüfungswesen abbildet.“ Er hoffe sehr, dass künftig noch mehr Frauen den Schritt in die Berufspolitik wagen.
Umfragen zeigen nach Angaben der Kammer Berlin, dass gerade für junge Ärztinnen und Ärzte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und flexiblere Arbeitszeitmodelle wichtig sind.
„Wenn wir das Nachwuchsproblem beheben wollen, benötigen wir nicht nur mehr Medizinstudienplätze, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen“, sagte Matthias Blöchle, Vizepräsident der Ärztekammer Berlin. Das gelte für alle in ärztlichen Berufen tätigen Menschen.
„Um Forderungen wie diese durchzusetzen, ist es unumgänglich, dass Ärztinnen die Möglichkeit erhalten, selbst ihre Stimme im Beruf und in der Berufspolitik zu erheben“, so Bobbert.
Er wies darauf hin, dass die Ärztekammer Berlin bereits auf der Delegiertenversammlung am im vergangenen Mai beschlossen habe, in ihren Ausschüssen und Arbeitskreisen eine paritätische Besetzung anzustreben. Zudem sollen Sitzungen der Ausschüsse und Arbeitskreise künftig so gestaltet werden, dass sie besser mit Berufs- und Privatleben vereinbar sind.
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