Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Hessen setzt auf Videosprechstunde

Frankfurt/Kassel – Patienten in Hessen sollen ab dem Sommer auch außerhalb der Sprechzeiten ärztlichen Rat per Video einholen können. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen bereitet nach eigenen Angaben ein entsprechendes Pilotprojekt vor. Zuvor hatte die Frankfurter Rundschau darüber berichtet.
Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: Das Angebot einer Videosprechstunde gilt flächendeckend nur für Anfragen beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) unter der Nummer 116117. Der Patient muss sich vorab auf einer Plattform im Internet registrieren. Wer ein Rezept braucht, bekommt das online nur, wenn er bei der AOK oder DAK-Gesundheit versichert ist, die an dem Pilotprojekt beteiligt sind.
Ein genauer Startzeitpunkt steht noch nicht fest, wie KV-Sprecher Karl Matthias Roth sagte. Geplant sei es „ab Sommer“. Vor dem Start will die KV die Öffentlichkeit ausführlich informieren.
Die Vorteile lägen auf der Hand: „Das bringt Geschwindigkeit, Transparenz und Qualität“, sagte Roth. Außerdem halte es Menschen mit Bagatellerkrankungen von den Notaufnahmen der Krankenhäuser fern.
Wenn die Videosprechenstunden im ÄBD gut funktionieren, sollen laut KV später auch die niedergelassenen Ärzte in Hessen ermutigt werden, mehr Videosprechstunden anzubieten. Bisher ist deren Zahl laut KV „sehr überschaubar“. Rechtlich möglich ist das seit April 2019.
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