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Aktionsbündnis will Laienreanimation weiter voranbringen

  • Montag, 21. September 2026
/Pakkapol, stock.adobe.com
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Köln – Mit vier strategischen Ansätzen will das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung (NAWIB) höhere Laienreanimationsquoten erzielen. Unterstützt wird das Bündnis dabei vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals BZgA) und dem Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Zwar sei die Laienreanimationsquote in Deutschland deutlich gestiegen – von 14 Prozent in 2010 auf 53 Prozent im Jahr 2025, so das Bündnis anlässlich der bundesweiten Woche der Wiederbelebung (21. bis 27. September). Trotzdem wolle man diese Zahl weiter verbessern.

Dazu wolle man unter anderem mehr Bevölkerungsschichten und Lebenswelten ansprechen und erreichen. Um noch früher für das Thema zu sensibilisieren, will man sich zudem für die flächendeckende Umsetzung von Wiederbelebung in Schulen einsetzen.

Im Rahmen eines verstärkten interdisziplinären Dialogs sollen außerdem Akteure aus verschiedenen Lebenswelten gemeinsam Maßnahmen weiterentwickeln und Hürden abbauen. Zu App-basierten Ersthelfer-Alarmierungssystemen soll ein Wegweiser erstellt werden.

Zum Hintergrund: In Kooperation mit der damaligen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und unter der Schirmherrschaft des BMG haben sich 2016 dreizehn Träger in einer gemeinsamen Erklärung zum Nationalen Aktionsbündnis Wiederbelebung zusammengeschlossen, um die Menschen in Deutschland über die Laienreanimation aufzuklären. Das Netzwerk wurde auf inzwischen 26 Organisationen vergrößert und das Informationsangebot schrittweise erweitert.

Die NAWIB-Partnerorganisationen entwickeln und erproben in Abstimmung mit den Bildungsministerien der Länder unter anderem Pilotprojekte an Schulen sowie digitale Formate.

Zum Auftakt der Woche der Wiederbelebung wiesen auch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) auf die zentrale Rolle der Ersthelfenden hin.

„Niemand muss in einem solchen Moment sein vielleicht vor vielen Jahren erworbenes Erste-Hilfe-Wissen perfekt abrufen können“, betonte Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Deutschen Reanimationsregisters und Vertreter der Notfallmedizin im BDA. „Wer früh den Notruf wählt und mit der Wiederbelebung beginnt, überbrückt die entscheidenden Minuten, bis Rettungsdienst und Notarzt eintreffen.“

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