Appell: Corona-Jahrgang bei Azubis vermeiden

Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat an die Unternehmen in Deutschland appelliert, auch in der Coronakrise junge Menschen auszubilden.
„Wir müssen jedenfalls alles tun, um einen Corona-Jahrgang zu vermeiden“, sagte er heute im ARD-„Morgenmagazin“. Die Krise werde irgendwann vorbei sein, und dann dürfe man nicht über Fachkräftemangel jammern.
Kritik daran, dass die kürzlich beschlossene Ausbildungsprämie nur für Betriebe mit maximal 249 Mitarbeitern gelte, ließ Heil nicht gelten. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bildeten überproportional viele Menschen aus und seien nun besonders gebeutelt.
Daher komme die Hilfe den richtigen Unternehmen zugute. „Das ist nicht die Zeit von ‚Wünsch dir was‘, sondern es geht um gezielte Hilfen“, sagte Heil in Bezug auf die Forderung, die Sozialabgaben für Auszubildende abzuschaffen.
Ende Juni hatte das Bundeskabinett die „Azubi-Prämien“ für Unternehmen auf den Weg gebracht. Kleine und mittelständische Firmen, die mit großen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit zu kämpfen haben, aber ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, sollen staatliche Prämien von bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.
Die Pläne sehen außerdem Zahlungen für Unternehmen vor, die Azubis von anderen Firmen übernehmen, wenn diese pandemiebedingt Insolvenz anmelden müssen.
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