Arbeit des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege wird positiv bewertet

Berlin – Die ersten Arbeitsergebnisse des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege treffen auf Anerkennung. Das geht aus dem aktuellen Bericht über die Arbeit des Kompetenzzentrums und aus einer externen Evaluation hervor.
Besonders positiv bewertet das iso-Institut aus Saarbrücken, das mit einer Evaluation der bisherigen Arbeiten beauftragt worden war, die Entwicklung eines Gesamtkonzepts, den Aufbau eines eigenen Internetauftrittes und die Vorbereitung von Handlungsempfehlungen für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen zum Thema Cybersicherheit.
Der Aufbau der Webseite sei ein „wichtiger Meilenstein für die Sichtbarkeit und den Wissenstransfer“, heißt es vom Kompetenzzentrum, das beim GKV-Spitzenverband angesiedelt ist. Der Internetauftritt richtet sich etwa an Verbände, Träger, Einrichtungen und Beratungsstellen, aber auch an die Wissenschaft und Politik.
Neben klassischen, themenbezogenen Informationsbereichen zur Telematikinfrastruktur, Cybersicherheit, Finanzierung und Förderung sowie zu digitalen Anwendungen im Bereich der Pflege gibt es auf der Seite etwa Praxisbeispiele aus Pflegeeinrichtungen, FAQ-Listen und einen Downloadbereich mit weiterführenden Themen.
Zugänglich ist beispielsweise ein Telematikinfrastruktur (TI)-Ressourcenpool, der Pflegeeinrichtungen bei der verpflichtenden Einbindung in die TI unterstützen soll. Eine Übersicht zeigt Fördermöglichkeiten für digitale Investitionen in der Langzeitpflege auf.
Um Pflegeeinrichtungen Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Cybersicherheit an die Hand geben zu können, wurden praxisnahe Checklisten, Notfallpläne und Faktenblätter vorbereitet. Sie sollen Pflegeeinrichtungen dabei helfen, ein ganzheitliches Cybersicherheitskonzept zu etablieren.
Weiterhin berichtet das iso-Institut in seiner Auswertung, dass das Kompetenzzentrum im Jahr 2025 eine erste systematische Analyse zur sprachgestützten Pflegedokumentation in der deutschen Langzeitpflege durchgeführt hat. Eine systematische Bestandsaufnahme zur digital gestützten Suche und Vermittlung von Pflegeplätzen sei extern vergeben worden und seit August 2025 auf der Webseite abrufbar.
Angesichts der dynamischen Entwicklungen in der Digitalisierung will das Kompetenzzentrum neue Bedarfe weiterhin zügig identifizieren und seine Formate und Inhalte kontinuierlich weiterentwickeln. Die Überwachung der eigenen Wirkung soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege hatte seine Arbeit im Januar 2024 aufgenommen. Auf Basis des Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetzes ist es gesetzlich damit beauftragt, die Digitalisierung in der Pflegepraxis voranzutreiben, sodass sie für spürbare Entlastung in dem Bereich sorgt.
Das Team des Kompetenzzentrums besteht aus Pflegeexperten und Fachreferenten aus den Bereichen Pflege- und Gesundheitswissenschaft, pflegerische Praxis, Digitalisierung, Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Durch die enge Anbindung an den GKV-Spitzenverband kann das Kompetenzzentrum auf Fachwissen und Netzwerke zurückgreifen. Intensiv arbeitet es außerdem mit dem Bundesministerium für Gesundheit und einem eigenen Beirat zusammen.
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