Arbeiter-Samariter-Bund kündigt Aufklärung von Betrugsvorwürfen an

Erlangen – Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe und hat eine umfassende Aufklärung angekündigt. „Um die Vorwürfe zu widerlegen, werden wir sofort eine unabhängige renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Prüfung beauftragen“, sagte ASB-Geschäftsführer Jarno Lang heute in Erlangen.
Außerdem werde der ASB auf die Krankenkassen und auf die zuständigen Landesministerien zugehen und für Aufklärung sorgen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth kündigte an, ein Vorermittlungsverfahren einzuleiten, um die Sach- und Rechtslage zu prüfen, wie Sprecherin Antje Gabriels-Gorsolke erklärte.
Der Hilfs- und Wohlfahrtsverband soll nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten über Jahre hinweg zu viel Geld abgerechnet haben. Bei den Krankenkassen habe die Hilfsorganisation viel höhere Ausgaben geltend gemacht, als sie tatsächlich hatte. Der ASB weist die Vorwürfe zurück. Von unrechtmäßigen Überschüssen könne nicht die Rede sein. Es habe sich niemand bereichert, betonte Lang.
Der Zeitung liegen eigenen Angaben zufolge Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass die Organisation mit Sitz in Erlangen seit mindestens 2009 jedes Jahr intern mehrere Hunderttausend Euro Überschüsse hatte. Insgesamt handele es sich um mehr als fünf Millionen Euro. Bei den Krankenkassen, den Kostenträgern, habe der ASB aber nur einen Bruchteil davon angegeben. Um dies zu verdunkeln, hätten Mitarbeiter dem Zeitungsbericht zufolge Ausgaben geltend gemacht, die nie entstanden seien.
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