Ärzteschaft

Arztberuf: Warum Heilberufler das Angestelltenverhältnis wählen

  • Montag, 29. Dezember 2025
/Studio Romantic, stock.adobe.com
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Düsseldorf – Finanzielle Sicherheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gehören zu den zentralen Gründen, warum angestellte Heilberufler sich für diese Form der Berufsausübung entschieden haben. Das zeigt die Befragung „Anstellung im Fokus – Heilberufler im Wandel“ der Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank).

Bei der Onlineerhebung ging es auch darum, wie zufrieden Heilberufler mit Arbeitszeit, Gehalt und Führungskultur sind, welche Veränderungen sie sich im Berufsalltag wünschen und welche Zukunftsperspektiven sie verfolgen.

80 Prozent der angestellten Hausärztinnen und Hausärzte haben der Befragung zufolge feste Arbeitszeiten, Schichtdienst haben nur fünf Prozent von ihnen. 75 Prozent sind mit ihrem aktuellen Arbeitszeitmodell zufrieden oder sehr zufrieden.

Bei den angestellten Fachärztinnen und Fachärzten haben 73 Prozent feste Arbeitszeiten, elf Prozent arbeiten im Schichtdienst. 56 Prozent geben an, mit ihrem aktuellen Arbeitszeitmodell zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. 54 Prozent sagen aber, dass Möglichkeiten für eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeit ihre Zufriedenheit erhöhen würde. Dieses Bedürfnis haben laut der Umfrage nur 34 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte. 

„Weniger Bürokratie“ ist der Hauptwunsch beider Gruppen: 68 Prozent der Haus- und 59 Prozent der Fachärzte nennen dies an erster Stelle. Die Selbstständigkeit in der eigenen Praxis planen 24 Prozent der befragten angestellten Hausärzte und 22 Prozent der angestellten Fachärzte für die kommenden fünf Jahre.

„Viele möchten Verantwortung übernehmen, jedoch in Formen, die zu ihrem Lebensmodell passen“, sagte Nicole Wortmann, Bereichsleiterin Gesundheitsmarkt bei der Apobank. Sie betonte, immer häufiger entwickelten sich berufliche Wege so, dass Anstellung, Kooperation und Selbständigkeit nahtlos ineinandergreifen würden. „Das verändert auch die Versorgung: Sie wird teamorientierter, kooperativer und vielerorts größer organisiert.“ 

Bei der Umfrage wurden 500 angestellte Heilberufler bis 50 Jahre befragt, davon 110 angestellte Allgemein- und 100 angestellte Fachärzte. Von den befragten Hausärzten waren 82 Prozent in einer Praxis und 18 Prozent in einer Klinik angestellt. Von den Fachärzten, die sich an der Studie beteiligt haben, waren 37 Prozent in einer Praxis und 63 Prozent in einer Klinik angestellt.

hil

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