Ärzteschaft

Ärztekammern Niedersachsen drängt auf Widerspruchslösung bei der Organspende

  • Montag, 16. März 2026
/dragonstock, stock.adobe.com
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Hannover – Die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen hat sich für die Widerspruchslösung bei Organspenden ausgesprochen und den Bundestag aufgefordert, ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren einzuleiten.

„Viele Menschen stehen der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, aber haben dies nicht dokumentiert. Alleine hierdurch kommt es zu weniger Spenden als theoretisch möglich“, erläuterte die Kammerpräsidentin Marion Charlotte Renneberg.

Trotz einer leicht steigenden Zahl von Organspenden blieben diese weiterhin deutlich unter dem Bedarf, betonte sie. „Die zuletzt auf dem Deutschen Ärztetag 2018 geforderte Einführung einer Widerspruchslösung kann Abhilfe schaffen. Sie sollte nach nahezu zehn Jahren des Schwankens endlich umgesetzt werden“, heißt es in einer Resolution des niedersächsischen Ärzteparlaments.

Wie auch die Kammerversammlung in Nordrhein sprachen sich die Delegierten in Hannover für weitreichende Änderungen des Medizinal-Cannabisgesetzes aus. „Der im Gesetz angedachte Kinder- und Jugendschutz ist gescheitert und auch künftig nicht zu leisten. Wir fordern daher die Rücknahme der Legalisierung“, sagte Thomas Buck, stellvertretender Präsident der Kammer und Vorsitzender der Bezirksstelle Hannover der Ärztekammer Niedersachsen sowie niedergelassener Kinder- und Jugendarzt.

Die Delegierten forderten die Bundesärztekammer in einer Resolution auf, sich auf Bundesebene weiterhin und nachdrücklich für eine zügige Aufhebung der Legalisierung von Cannabis außerhalb des Betäubungsmittelgesetzes und damit insbesondere für eine schnellstmögliche Verbesserung des Schutzes von Kinder- und Jugendlichen vor Cannabis einzusetzen.

hil

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