Vermischtes

Aufsicht verhängt Belegungsstopp für Bremer Altenpflegeheim

  • Mittwoch, 14. März 2018

Bremen – Ein Bremer Pflegezentrum darf vorerst keine weiteren Bewohner mehr aufnehmen. Grund ist ein Belegungsstopp, den die Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht für das Heim im Stadtteil Horn-Lehe anordnete. Für einen Bericht des medizinischen Dienstes der Krankenkassen seien Pflegemängel festgestellt worden, teilte der Sprecher des Bremer Sozialressorts, Bernd Schneider, mit. Vorausgegangen waren mehrere Beschwerden von Heimbewohnern und ihren Angehörigen. Der Weser-Kurier und Radio Bremen hatten zuerst über den Belegungsstopp berichtet.

Der Träger teilte mit, dass es Ende Januar im Rahmen einer Überprüfung zu Beanstan­dungen gekommen sei. Es seien aber umgehend Maßnahmen eingeleitet und perso­nelle Konsequenzen gegen die verursachenden Mitarbeiter gezogen worden. „Die Mängel wurden mittlerweile abgestellt“, so ein Sprecher. Man werde auch zukünftig eng mit der Pflegekasse daran arbeiten, einen hohen Qualitätsstandard sicherzustellen. Das Wohl der Bewohner habe oberste Priorität.

Um welche Mängel es sich konkret handelte, wurde nicht mitgeteilt. Im Allgemeinen bezeichnet man als Pflegemängel unter anderem fehlende Trinkprotokolle, Liege­geschwüre oder das Vorenthalten von Medikamenten. Die Schließung eines Heimes droht aber nur, wenn der Träger die Mängel nicht beseitigt.

Grundsätzlich ist ein Pflegestopp keine Seltenheit, allein 2017 waren im Land Bremen 17 Einrichtungen betroffen. Derzeit ist eine Neubelegung ebenfalls in einer Einrichtung in Bremerhaven und einer weiteren in Bremen untersagt.

dpa

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