Vermischtes

Ausgaben für Sozialhilfe­leistungen leicht gesunken

  • Dienstag, 15. August 2023
/v.poth, stockadobecom
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Wiesbaden – Die Sozialhilfeträger haben im vergangenen Jahr weniger Geld für Sozial­hilfe­­leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch ausgegeben.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, betrugen die Ausgaben aus diesem Topf 14,9 Milliarden Euro netto. Das sind 2,6 Prozent weniger als im Jahr davor.

„Die leicht rückläufige Entwicklung ist auf einen deutlichen Rückgang der Ausgaben für Hilfe zur Pflege um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen“, berichteten die Statistiker.

Grund dafür ist die Pflegereform zum 1. Januar 2022, wonach die Kosten für vollstationäre Pflege aus der sozialen Pflegeversicherung bezuschusst werden. Das entlastet die Sozialhilfeträger.

Bei allen anderen Leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch stiegen im Jahr 2022 die Ausgaben. Der größte Anteil ging mit 59 Prozent auf die „Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminde­rung“ zurück. Auf diese Leistung entfielen nach Angaben des Bundessozialministeriums 8,8 Milliarden Euro. Sie stiegen um 8,3 Prozent.

Um ebenfalls 8,3 Prozent stiegen die Ausgaben für die „Hilfe zum Lebensunterhalt“. Dafür wurden knapp 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. In die Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierig­keiten und anderen Lebenslagen flossen zusammen rund 1,3 Milliarden Euro und damit 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

dpa

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