Ausgabetempo bei elektronischen Heilberufsausweisen lässt nach

Berlin – Die Zahl der bundesweit ausgegebenen elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) steigt weiter stetig, aber langsamer als zuvor, an. Bis Ende April 2022 wurden bundesweit 199.557 eHBA ausgegeben. Das geht aus aktuellen Daten der Bundesärztekammer (BÄK) mit Stand vom 4. Mai hervor.
Allerdings verlangsamte sich das Ausgabetempo deutlich. Im Vergleich zum letzten Monat konnten weitere 1.795 Heilberufsausweise an Ärztinnen und Ärzte ausgegeben werden – ein Zuwachs von 0,91 Prozent. Im Vormonat wurden noch 2.228 Heilberufsausweise ausgegeben, zuvor wurden fünfstellige Werte erzielt.
In den Arztpraxen wird der eHBA unter anderem zur Umsetzung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) benötigt sowie bei der Implementierung der elektronischen Patientenakte (ePA) in den Praxisalltag. Auch die Nutzung von elektronischen Verordnungen (E-Rezept) verschreibungspflichtiger Arzneimittel setzt einen eHBA voraus.
Bundesweit verbleibt der eHBA-Ausstattungsgrad laut den neuesten BÄK-Zahlen bei rund 51 Prozent. Im ambulanten Versorgungsbereich – niedergelassene Ärzte benötigen den eHBA aufgrund der entsprechenden Anwendungen am dringendsten – wird jedoch bereits eine Quote von 72,34 Prozent erreicht. Im stationären Sektor sind es aktuell 35,46 Prozent.
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