Vermischtes

Bach und Händel senken den Blutdruck – Heavy Metal auch

  • Donnerstag, 5. Dezember 2013

Münster – Auf die Wirkung von Musik auf Blutdruck und Herzfrequenz weist die Deutschen Hochdruckliga hin. Außerdem beruhige sie die Atmung und reduziere Stresshormone. Studien zeigten, dass Musik das vegetative Nervensystem beeinflusse. „Dadurch kommt es zu emotionalen, aber auch hormonellen Veränderungen“, erklärt Hans-Joachim Trappe, Direktor der Medizinischen Klinik II an der Universitätsklinik Marienhospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum.

Klassische Musik habe die stärkste Heilkraft und werde in der Musiktherapie daher am häufigsten eingesetzt. Allerdings habe jeder Komponist und jede Kompositionsform unterschiedliche Effekte auf das Herz-Kreislauf-System. Insbesondere Bach, Mozart, Händel, Corelli, Albinoni und Tartini sind laut Trappe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfehlenswert.

Eine Studie an der Universitätsklinik Marienhospital Herne zeigte beispielsweise, dass Bachs Orchesterstudie Nummer drei den Blutdruck um durchschnittlich 7,5 zu 4,9 mmHg senkte. Auch die Herzfrequenz sank um etwa sieben Schläge pro Minute. Nach der Beschallung stiegen der Blutdruck und die Herzfrequenz bei den Teilnehmern hingegen wieder an. „Interessanterweise konnten wir auch Blutdrucksenkungen bei Heavy-Metal-Musik nachweisen“, so Trappe.

Da nicht jede Musikrichtung jedem Menschen gefalle, seien immer auch individuelle Vorlieben zu berücksichtigen und machten es schwer, eine allgemeingültige Therapie zu etablieren. „Dennoch haben sich bestimmte Musikrichtungen – insbesondere aus dem klassischen Bereich – bei bestimmten Erkrankungen bewährt“, betont Trappe.

hil

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