Baden-Württemberg: Kliniken im Land sollen Ernstfall üben

Stuttgart – Um auf Krisenfälle vorbereitet zu sein, sollen bestimmte Krankenhäuser in Baden-Württemberg in den kommenden zwei Jahren mindestens zwei größere Übungen durchführen. Das Land stelle den Landkreisen dafür 5,2 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) in Stuttgart.
Konkret sollen die 69 Traumazentren im Land gemeinsam mit den Gesundheitsämtern und den Kommunen bestimmte Krisenfälle wie einen Massenanfall von Verletzten, einen IT-Ausfall, einen Stromausfall oder eine Hitzewelle trainieren. Als Traumazentren werden Kliniken bezeichnet, die rund um die Uhr Schwerverletzte aufnehmen können.
Eine Übung soll bis Ende 2027 durchgeführt worden sein, eine zweite bis Ende Oktober 2028. „Wir wollen dafür sorgen, dass im Ernstfall alle Beteiligten wissen, was zu tun ist“, erklärte Hildenbrand das Ziel der Übungen.
Die Coronapandemie habe gezeigt, wie schnell die Kliniken an ihre Grenzen kommen könnten, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Deswegen müsse der Ernstfall geübt werden.
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