Resilientes Gesundheitswesen: Bedeutung interprofessioneller Übungen betont

Berlin – Die Gesundheitsfachberufe sind für eine verlässliche und hochwertige Versorgung unverzichtbar. Das verdeutlichte die 38. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen Mitte Juni in Berlin.
„Eine resiliente Gesellschaft braucht ein starkes Gesundheitswesen – und dieses wiederum ist ohne die Gesundheitsfachberufe nicht denkbar“, sagte die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK), Ellen Lundershausen. Diese sicherten die Versorgung, förderten die Gesundheit und trügen entscheidend zur Krisenbewältigung bei.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage, wie die Gesundheitsversorgung auch bei großen Krisen und im Kriegsfall aufrechterhalten werden kann.
Die Leiterin des Amts für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden, Kristina Böhm, erläuterte, dass Gesundheitsfachberufe nur dann die ambulante Versorgung krisensicher aufrechterhalten können, wenn alle Player im Gesundheitswesen zusammenarbeiten und sich gemeinsam und strukturiert vorbereiten.
„Regelmäßige Übungen – von Pandemie- bis Massenanfall von Verletzten – sind dabei kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für Kontinuität im Chaos“, sagte sie.
Dies betonte auch Martin-Christoph Henes, Oberstarzt im Zentralstab des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr in Koblenz. Es sei wichtig, notwendige gesetzliche Rahmenbedingungen schnell und zuverlässig zu schaffen, Netzwerke aufzubauen und Ausbildungen und Übungen an die notwendigen Szenarien anzupassen und diese auch durchzuführen, sagte er.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1989 durch den Vorstand der Bundesärztekammer fördert die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen den interprofessionellen Dialog und die sektorübergreifende Zusammenarbeit. Ziel ist es, aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen zu diskutieren und die Berufsausübung der Gesundheitsfachberufe nachhaltig zu stärken.
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