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Behandlungsaufkommen in Rhön-Kliniken deutlich gestiegen

  • Freitag, 7. August 2026
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Bad Neustadt – Die Mitarbeitenden in den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG haben von Januar bis Juni rund neun Prozent mehr Menschen behandelt als ersten Halbjahr 2025 – 513.700 gegenüber 471.295. Das geht aus dem neuen Halbjahresbericht des Unternehmens hervor.

Danach lag der Konzernumsatz mit 863,6 Millionen Euro leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres (833,5 Millionen Euro). Für das laufende Geschäftsjahr geht Rhön von rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz und von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 110 bis 125 Millionen Euro aus. Diese Zahl nennt das Unternehmen aber unter Vorbehalt.

„Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz führt zu weiteren Belastungen für Kliniken. Anstatt Bürokratie abzubauen und den Fokus wieder auf die Patientenversorgung zu richten, bürdet die Reform den ohnehin überlasteten Kliniken noch mehr Dokumentationspflichten, überzogene Budgetkürzungen und finanzielle Risiken auf“, kritisierte Stefan Stranz, Vorstand der Rhön-Klinikum AG.

Wichtig für die Weiterentwicklung der Standorte sind dem Unternehmen zufolge insbesondere regionale Kooperationsnetzwerke: In Hessen bündeln beispielsweise das Universitätsklinikum Marburg und die Lungenfachklinik Immenhausen ihre Expertise.

Ziel dieser strategischen Partnerschaft sei es, die Versorgung pneumologischer Patienten gemeinsam weiterzuentwickeln. „Regionale Netzwerke sind für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem unverzichtbar. Starre Sektorengrenzen erschweren die Patientenversorgung und belasten unser Gesundheitssystem mit unnötigen Kosten“, sagte Gunther Weiß, Vorstand der Rhön-Klinikum AG.

Dazu sollten Haus- und Fachärzte, Kliniken, Pflege- und Therapieberufe als eine Einheit agieren. „Diese trägerübergreifende Kooperation ist der einzige Weg, um trotz steigendem Druck eine lückenlose und hochqualitative Versorgung der Patientinnen und Patienten zu garantieren, besonders im ländlichen Raum“, so Weiß.

Zu dem Unternehmen gehören unter anderem der Campus Bad Neustadt, die Zentralklinik Bad Berka, das Klinikum Frankfurt (Oder) sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Rhön ist ein Unternehmen des Asklepios-Konzerns. 

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