Vermischtes

Bei längerer Hitze gibt es deutlich mehr Krankmeldungen

  • Mittwoch, 3. Juni 2026
/Mike Dot, stock.adobe.com
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Berlin – In einer lang anhaltenden Hitzewelle melden sich Beschäftigte deutlich häufiger krank. An einem durchschnittlichen Hitzetag steigt einer Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zufolge die Zahl der Krankheitsfälle um etwa 3,5 Prozent, nach sieben Hitzetagen um 10,8 Prozent.

Insbesondere ältere Arbeitnehmer und Beschäftigte mit chronischen Erkrankungen sind demnach überdurchschnittlich häufig betroffen. Die Studie, die noch nicht abschließend in einem Wissenschaftsjournal veröffentlicht ist, basiert auf Abrechnungsdaten von rund 9,7 Millionen AOK-Versicherten.

Eine dreitägige Hitzewelle verursacht nach den Hochrechnungen der Studienautoren über alle Berufsgruppen und Beschäftigten hinweg Kosten von rund 32 Millionen Euro für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Nicht nur Kreislauferkrankungen nehmen demnach zu, sondern auch Verletzungen, psychische Erkrankungen, Hauterkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats und Infektionen. Hinzu kommen weitere negative, wenn auch aus Sicht der Wissenschaftler schwer bezifferbare Effekte wie eine geringere Produktivität am Arbeitsplatz.

Unter den 36 betrachteten Berufsgruppen gab es das höchste Risiko für hitzebedingte Arbeitsausfälle bei Berufen in den Bereichen Transport und Logistik, Fertigung, Landwirtschaft sowie im Bauwesen. Am wenigsten betroffen waren Berufe in der Informationstechnologie, im Bildungsbereich sowie im Rechts- und Verwaltungswesen.

„Die Studie zeigt, dass Hitze ein arbeitsmarkt- und gesundheitspolitisches Risiko ist, das alle Branchen betrifft, aber sozial ungleich verteilt ist“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. Weiter schreiben die Forscher, dass noch vier Jahre nach einer mindestens drei Tage dauernden Hitzewelle ein Anstieg der Ausgaben durch Arbeitsausfälle zu verzeichnen sei.

kna

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