Vermischtes

Bei Wintersport-Unfällen ist am häufigsten das Knie verletzt

  • Dienstag, 25. Februar 2014
Uploaded: 25.02.2014 18:16:33 by mis
dpa

Leipzig – Am häufigsten wird bei Wintersport-Unfällen das Knie verletzt. Das ist zu 40 Prozent der Fall. Auf Platz zwei liegen Schulterverletzungen, danach kommen Kopf- und Beckenverletzungen. Darauf hat die Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig  hingewiesen.

Ob rasanter Abfahrtslauf oder ruhiger Loipenlauf: Beide Sportarten könnten zu schweren Verletzungen führen. „Durch die Verkettung von unglücklichen Umständen kann ein vermeintlich harmloses Hinfallen beim Langlauf zu schweren Verletzungen führen“, so Pierre Hepp, Oberarzt an der Klinik. Gegen die Schmerzen nach einem Sturz helfe vor allem sofortige Kühlung. Selbst eine Handvoll Schnee könne den Knöchel beruhigen.

Aber wenn die Beschwerden anhielten, dann sollte der Betreffende einen Spezialisten aufsuchen, der eine weiterführende Diagnostik einleiten könne. „Dehnen und Aufwärmen vor dem Sport – das sollten auch die Skifreunde beherzigen“, so Hepp. Dabei sollte das Stretching aber nicht nur am Skilift erfolgen, sondern auch unmittelbar am Hang. „Denn auf dem Skilift wird man wieder kalt, sodass die ganzen schönen Übungen eigentlich nichts gebracht haben“, so der Chirurg.

Das Leipziger Universitätsklinikum liege zwar nicht in einem Skigebiet, dennoch sei jedes Jahr ein saisonaler Anstieg von Patienten zu erkennen, die Wintersport-Unfälle erlitten haben. „Dass auch wir mit derartigen Verletzungen konfrontiert werden, liegt an den medizinischen Therapiegrundsätzen. Bei einem Kreuzbandriss wird beispielsweise beim Vorliegen von schweren Begleitverletzungen, die sofort versorgt werden müssen, das Kreuzband sofort mit operiert. Gibt es keine Notwendigkeit zum sofortigen Eingriff, wird die Operation erst sechs Wochen nach der Verletzung vorgenommen, damit sich das lädierte Knie erst einmal beruhigen kann“, so Hepp.

hil

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