Blutbild kann Aufschluss über kurzfristiges Sterberisiko nach Herzinfarkt geben

Münster – Der Reifegrad der neutrophilen Granulozyten im Blut gibt Aufschluss über das kurzfristige Sterberisiko nach einem Herzinfarkt. Dieser Reifegrad lässt sich mit einem einfachen Blutbild bestimmen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Universität Münster in der Fachzeitschrift Nature Cardiovascular Research (2026; DOI: 10.1038/s44161-026-00836-0).
Bei einem Herzinfarkt reagiert nicht nur das Herz, sondern auch das Immunsystem. Vor allem die neutrophilen Granulozyten, die häufigste Sorte weißer Blutkörperchen, werden in großer Zahl aus dem Knochenmark ins Blut ausgeschüttet. Im gesunden Zustand zirkulieren dort fast ausschließlich reife Zellen. Steht der Körper jedoch unter starkem Stress, arbeitet das Knochenmark im Ausnahmezustand und greift auf seine frühesten Reserven zurück – etwa nach einem Herzinfarkt.
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