Hochschulen

Brandenburg: Lausitzer Medizin-Uni setzt auf Hausarztpraxen

  • Donnerstag, 25. Juni 2026
/picture alliance, Patrick Pleul
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Cottbus – In der Lausitz entstehen die ersten „Akademischen Hausarztpraxen“. In Zusammenarbeit mit der Cottbuser „Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem“ sollen sie künftig Teil eines regionalen Versorgungs- und Universitätsnetzwerkes werden, um die Qualität in der Versorgung gemeinsam zu verbessern.

Dabei sollen die Arztpraxen „akademische Lern- und Forschungsorte in realer ambulanter Versorgung“ werden. An einem ersten „Praxentreffen der Allgemeinmediziner“ nahmen rund 70 Arztpraxen mit ihren Teams teil.

„Akademische Hausarztpraxen sind entscheidende Orte, an denen Studierende erleben, was gute Primärversorgung ausmacht“, sagte die Professorin für Allgemeinmedizin an der MUL-CT, Jeannine Schübel. „Gleichzeitig zeigen die Gespräche, wie viele wichtige Forschungsfragen direkt aus dem Versorgungsalltag entstehen.“

An dieser Stelle wolle man künftig ansetzen: „In der Lehre, in der Forschung und in der Zusammenarbeit mit den Praxen.“ Die Vorstandsvorsitzende des Brandenburger Hausärzteverbands, Katharina Weinert, erklärte, die Praxen stünden vor erheblichen Herausforderungen.

Neue gesetzliche Regelungen, ein steigender Behandlungsbedarf und ein zunehmender bürokratischer Aufwand führten zu einer spürbaren Arbeitsverdichtung. Nicht immer könnten Nachfolger gefunden werden.

„Daher ist es insgesamt sinnvoll, sich frühzeitig zu vernetzen und die Aus- und Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen“, so Weinert. „Das können die akademischen Praxen zusammen mit dem Institut für Allgemeinmedizin in Cottbus leisten.“

benl

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