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Bundesamt: Sterbefälle Ende Juni weit über Vorjahreswerten

  • Dienstag, 14. Juli 2026
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Wiesbaden – Die Zahl der Sterbefälle während der Hitzephase in der letzten Juniwoche lag dem Statistischen Bundesamt zufolge nach vorläufigen Daten fast ein Drittel (32 Prozent) über dem Durchschnittswert der vier Vorjahre. Insgesamt seien in der Woche vom 22. bis 28. Juni in Deutschland etwa 23.900 gestorben, etwa 7.100 mehr als noch zwei Wochen zuvor.

„Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde“, hieß es in der Mitteilung des Bundesamts.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass die Hitzephase ab Mitte Juni geschätzt rund 5.100 Menschen das Leben kostete. Allein in der Woche mit den besonders heißen Tagen vom 22. bis 28. Juni gab es dem RKI zufolge rund 4.310 Hitzetote.

Die Zahl der Hitzetoten übertrifft demnach damit schon zur Jahresmitte die Werte ganzer Vorjahre deutlich: 2023 bis 2025 waren es im Schnitt 2.900 hitzebedingte Todesfälle pro Jahr. Die Art der Berechnung unterscheidet sich bei Statistischem Bundesamt und RKI.

Im zweiten Quartal des Jahres sind dem Bundesamt zufolge insgesamt rund 243.600 Menschen gestorben. „Die Sterbefallzahlen bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter.“

Im Vergleich zu den mittleren Werten der Jahre 2022 bis 2025 lagen sie im April fünf und im Mai zwei Prozent unter den mittleren Werten der Vorjahre. Im Juni insgesamt lagen sie etwa neun Prozent über dem Vergleichswert.

dpa

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