Vermischtes

Menschen in Deutschland leiden unter Hitze

  • Montag, 13. Juli 2026
/Quality Stock Arts, stock.adobe.com
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Hamburg – Rund jede und jeder Dritte in Deutschland hat persönlich bereits gesundheitliche Probleme durch Hitze gehabt. Das seien mehr Menschen als bei der gleichen Umfrage in den Vorjahren gewesen, erklärte die DAK-Gesundheit, die eine entsprechende Forsa-Studie in Auftrag gegeben hat.

Zu den häufigsten Beschwerden gehörten Müdigkeit und Abgeschlagenheit (71 Prozent) sowie Schlafprobleme (68 Prozent). Außerdem gab jeweils mehr als die Hälfte der Menschen mit Gesundheitsbeschwerden an, unter Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent) gelitten zu haben. Schwindel (32 Prozent) und Appetitlosigkeit (27 Prozent) traten ebenfalls auf, einige Menschen (7 Prozent) klagten auch über Verwirrtheit.

Unter den befragten Frauen erklärten 40 Prozent, belastet zu sein – der Wert liegt fast doppelt so hoch wie bei den Männern (21 Prozent). Fünf Prozent der Befragten haben demnach wegen Beschwerden infolge von Hitze einen Arzt aufgesucht. Viel mehr meinten aber, es wäre sinnvoll gewesen, einen aufzusuchen – ganze 13 Prozent stimmten der Aussage zu.

Bei der DAK-Umfrage gaben knapp zwei Drittel der Befragten an, sie machten sich große oder sehr große Sorgen wegen Hitze. Drei Viertel halten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend. Das sei alarmierend, meint der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm.

Die größte Betroffenheit sieht die Mehrheit der Befragten vor allem bei denjenigen, die schwere körperliche Arbeit verrichten, etwa im Handwerk, Bau und Produktion (89 Prozent). Auch in der Pflege wird die Betroffenheit als sehr hoch angesehen (86 Prozent). 58 Prozent der Befragten sehen Schulen und Kindergärten durch Hitze stark eingeschränkt.

Für den Hitzereport der DAK-Gesundheit wurden 1.519 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren vom Forsa-Institut online befragt. Die repräsentative Erhebung wurde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 durchgeführt. Der DAK-Hitzereport wurde 2022 erstmals erstellt.

dpa

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