Politik

Bürokratie: Krankenhäuser mahnen Entlastung an

  • Mittwoch, 30. September 2026
/Toowongsa, stock.adobe.com
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Hannover – Das von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) in Aussicht gestellte Bürokratierückbaugesetz müsse schnell auf den Weg gebracht werden. Dies fordern die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) und Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD).

„Die Krankenhäuser stehen durch die von der Bundesregierung beschlossenen Reformen und Kürzungen massiv unter Druck. Wenn finanzielle Spielräume eingeschränkt werden, muss der Staat im Gegenzug unnötige Vorgaben zurücknehmen und mehr Handlungsfreiheit ermöglichen“, betonte NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke.

„Der Bund muss jetzt liefern und die angekündigten Entlastungen schnell in den Kliniken spürbar machen. Wir brauchen weniger Kontroll- und Dokumentationsbürokratie und mehr Vertrauen in die Kompetenz der Menschen, die täglich Verantwortung für die Patientinnen und Patienten übernehmen“, so Engelke.

Aus Sicht der NKG muss dabei die Ergebnisqualität stärker in den Mittelpunkt rücken. Entscheidend dürfe demnach nicht sein, dass jeder einzelne Behandlungsschritt kleinteilig dokumentiert wird, sondern dass die Behandlung in guter Qualität abgeschlossen wird. Nur durch konsequente Entbürokratisierung und zusätzliche Spielräume könnten die Krankenhäuser die Versorgung trotz der beschlossenen Kürzungen ohne große Einschränkungen sichern, so der Verband.

Weder Patientinnen und Patienten noch dem Personal in den Krankenhäusern lasse sich in Zeiten des Fachkräftemangels logisch erklären, weshalb ein beträchtlicher Teil der Arbeitszeit aus vermeidbaren Verwaltungsaufgaben besteht, warnte Gesundheitsminister Philippi.

Vorschläge zu einer bürokratiearmen Krankenhausverwaltung lägen seit Langem auf dem Tisch, nun müsse das angekündigte Bürokratierückbaugesetz schnell umgesetzt werden.

EB/aha

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