Politik

CDU-Politiker Streeck: Primärarztsystem führt zu schnelleren Arztterminen

  • Mittwoch, 23. September 2026
Hendrick Streeck (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen /picture alliance, Michael Kappeler
Hendrick Streeck (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen /picture alliance, Michael Kappeler
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Berlin – Der CDU-Gesundheitspolitiker Hendrik Streeck setzt in der durch Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) losgetretenen Diskussion um die Krankenversicherung in Deutschland auf die geplante Einführung eines Primärversorgungssystems. „Wer krank ist, sollte jederzeit einen Termin bekommen“, sagte Streeck heute im ARD-Morgenmagazin. Durch das geplante Primärversorgungssystem könnten Patienten „sehr viel schneller“ Termine bekommen.

Streeck sagte, dieses neue System sei innerhalb der Koalition aus Union und SPD vereinbart, er erwarte noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf. Eine Zusammenlegung von privaten und gesetzlichen Krankenkassen zu einer Bürgerversicherung lehnte er dagegen ab. Dies werde nicht zu mehr Gerechtigkeit führen und sei auch verfassungsrechtlich bedenklich, betonte der CDU-Politiker und Bundesdrogenbeauftragte.

Merz hatte mit Äußerungen zur ungerechten Behandlung gesetzlich Versicherter in Arztpraxen eine lebhafte Debatte ausgelöst. Vertreter von CDU und CSU wiesen inzwischen die Interpretation zurück, Merz stelle damit das gesamte duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung auf den Prüfstand.

Mit dem Primärversorgungs- beziehungsweise Primärarztsystem soll künftig der Hausarzt die erste Anlaufstation sein, ein Facharzt erst danach aufgesucht werden. Die schwarz-rote Koalition erhofft sich davon weniger Arztbesuche und zugleich schnellere Termine. Auf das Vorhaben hatten sich Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt.

afp

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