China verpflichtet Babymilch-Hersteller zu Tests auf Giftstoff Cereulid

Peking – Die chinesischen Behörden haben Hersteller von Säuglingsnahrung zu Tests auf das Toxin Cereulid verpflichtet, das in zahlreichen Ländern zu Rückrufaktionen bei Babymilchprodukten geführt hat.
Es seien alle Hersteller angewiesen worden, „Cereulid-Tests durchzuführen“, teilte die staatliche Marktaufsichtsbehörde gestern mit. Zudem müssten die Hersteller mit Blick auf verwendete Rohstoffe und Qualitätskontrollen „streng“ vorgehen, hieß es weiter.
Konkrete chinesische Unternehmen wurden in der Erklärung nicht genannt. Im Zuge der Rückrufaktionen war jedoch das in Wuhan ansässige Unternehmen Cabio Biotech in den Blick geraten, welches einer der größten Hersteller von in Säuglingsnahrung verwendetem Arachidonsäureöl ist. Das Unternehmen äußerte sich auf Nachfrage bislang nicht dazu.
Das Toxin Cereulid, das Erbrechen und Durchfall verursachen kann, wird durch bestimmte Bakterien der Bacillus-cereus-Gruppe verursacht. Seit Anfang Januar haben Hersteller wie Nestlé, Danone und der französische Konzern Lactalis Babymilch in dutzenden Ländern wegen der möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff zurückrufen müssen.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: