Politik

COVID-19: Bundesforschungs­ministerium will drei Impfstoffprojekte fördern

  • Mittwoch, 29. Juli 2020
/Andreas Prott, stock.adobe.com
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Berlin – Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht Deutschland im Bereich der Impfstoffentwicklung gegen das SARS-CoV-2-Virus gut aufgestellt. Allerdings müsse man nach wie vor davon ausgehen, dass Impfstoffe für die breite Bevölkerung frühestens Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen, betonte Karliczek heute.

Wie Karliczek weiter mitteilte, will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des im Juni aufgelegten Sonderprogramms zur Beschleunigung der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 zunächst drei Projekte fördern.

Der wissenschaftliche Beirat des Förderprogramms habe Anfang der Woche nach einge­hender Prüfung entsprechende Empfehlungen für die Projekte der Unternehmen BioN­Tech (Mainz), Curevac (Tübingen) und IDT Biologika (Dessau) abgegeben.

In einem nächsten Schritt stünden nun „intensive Gespräche“ zur genauen Ausgestaltung der finanziellen Förderung an. Für das BMBF sei hierbei nicht zuletzt die „bedarfsgerech­te Versorgung“ der Bevölkerung in Deutschland mit den entwickelten Impfstoffen we­sent­lich.

Dieser Prozess soll in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundes­kanzleramt erfolgen.

Die im „bedenklichen Maße“ steigenden Infektionszahlen würden deutlich zeigen, dass man noch mitten in der Coronapandemie stecke. Deshalb dürften die Bürger im Umgang mit dem Virus nicht nachlässig werden, so Karliczek. Sie rief zur Beachtung der Hygiene­maßnahmen, zum Abstandhalten und zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes auf.

Als starker Entwicklungs- und Forschungsstandort stehe Deutschland in der Verantwor­tung, über internationale Zusammenarbeit hinaus, auch selbst Ansätze für vielverspre­chen­de Impfstoffkandidaten voranzutreiben.

Mit dem 750 Millionen Euro schwerem BMBF-Sonderprogramm soll einerseits die Impf­stoffforschung beschleunigt und andererseits schon jetzt die Produktionskapazitäten aus­geweitet werden. Gegenstand der Förderung ist zudem die klinische Impfstoffentwick­lung der Phasen I-III.

aha

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