COVID-19: Bundesforschungsministerium will drei Impfstoffprojekte fördern

Berlin – Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht Deutschland im Bereich der Impfstoffentwicklung gegen das SARS-CoV-2-Virus gut aufgestellt. Allerdings müsse man nach wie vor davon ausgehen, dass Impfstoffe für die breite Bevölkerung frühestens Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen, betonte Karliczek heute.
Wie Karliczek weiter mitteilte, will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des im Juni aufgelegten Sonderprogramms zur Beschleunigung der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 zunächst drei Projekte fördern.
Der wissenschaftliche Beirat des Förderprogramms habe Anfang der Woche nach eingehender Prüfung entsprechende Empfehlungen für die Projekte der Unternehmen BioNTech (Mainz), Curevac (Tübingen) und IDT Biologika (Dessau) abgegeben.
In einem nächsten Schritt stünden nun „intensive Gespräche“ zur genauen Ausgestaltung der finanziellen Förderung an. Für das BMBF sei hierbei nicht zuletzt die „bedarfsgerechte Versorgung“ der Bevölkerung in Deutschland mit den entwickelten Impfstoffen wesentlich.
Dieser Prozess soll in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundeskanzleramt erfolgen.
Die im „bedenklichen Maße“ steigenden Infektionszahlen würden deutlich zeigen, dass man noch mitten in der Coronapandemie stecke. Deshalb dürften die Bürger im Umgang mit dem Virus nicht nachlässig werden, so Karliczek. Sie rief zur Beachtung der Hygienemaßnahmen, zum Abstandhalten und zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes auf.
Als starker Entwicklungs- und Forschungsstandort stehe Deutschland in der Verantwortung, über internationale Zusammenarbeit hinaus, auch selbst Ansätze für vielversprechende Impfstoffkandidaten voranzutreiben.
Mit dem 750 Millionen Euro schwerem BMBF-Sonderprogramm soll einerseits die Impfstoffforschung beschleunigt und andererseits schon jetzt die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden. Gegenstand der Förderung ist zudem die klinische Impfstoffentwicklung der Phasen I-III.
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