Crackkonsum: Bundesratsinitiative für Anpassung des Betäubungsmittelgesetzes

Berlin – Im Rahmen einer Bundesratsinitiative fordert Hamburgs Gesundheits- und Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), um Drogenkonsumräume rechtlich besser auf den zunehmenden Crackkonsum auszurichten.
Hintergrund ist insbesondere der Crackkonsum, bei dem sich mehrere Menschen in der Praxis häufig dieselbe Crackpfeife teilen. Diese Form des gemeinschaftlichen Konsums ist in Drogenkonsumräumen nach derzeitiger Rechtslage problematisch, wie die SPD-Politikerin im Bundesrat erläuterte. Die Einrichtungen müssten dies bislang unterbinden.
„Die Folge kann sein, dass der Konsum dann doch im öffentlichen Raum erfolgt“, sagte Schlotzhauer. Mit der Initiative soll deshalb ermöglicht werden, den Konsum unter kontrollierten Bedingungen in den Drogenkonsumräumen zu halten.
Schlotzhauer warb ausdrücklich auch bei Ländern, die keine Drogenkonsumräume betreiben wollen, für eine Zustimmung: „Fair enough! Aber bitte ermöglichen Sie uns, die diese fortschrittliche Drogenpolitik weiterführen wollen, den nächsten Schritt.“
Die Initiative wurde zur weiteren Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen. Crackkonsum stellt insbesondere die großen deutschen Städte und Metropolen zunehmend vor Herausforderungen.
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