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DAK-Präventionsradar: Knapp 90 Prozent der Schulkinder mit unzureichender Gesundheitskompetenz

  • Montag, 14. September 2026
/vectorfusionart, stock.adobe.com
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Hamburg – Knapp 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen weisen eine unzureichende Gesundheitskompetenz auf. Dies geht aus dem aktuellen DAK-Präventionsradar hervor, für den das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) im Auftrag der DAK-Gesundheit mehr als 30.000 Schulkinder der Klassen fünf bis zehn aus 15 Bundesländern befragt hat.

„Bildungserfolg und Gesundheit hängen untrennbar zusammen. Wer schon in jungen Jahren erschöpft ist oder sogar unter Schlafstörungen leidet und nicht weiß, wie er mit solchen Belastungen umgehen kann, hat schlechtere Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen“, betonte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Genau hier setze Gesundheitskompetenz an. „Wir müssen sie bei Kindern und Jugendlichen stärker fördern und Gesundheit als festen Bestandteil von Bildung begreifen. Den Handlungsbedarf beim schulischen Lernen in Deutschland machen die aktuellen PISA-Ergebnisse überdeutlich“, so Storm.

In den Diskussionen um bestehende Defizite in der Gesundheitskompetenz wird öfter die Einführung struktureller Maßnahmen gefordert – wie beispielsweise ein eigenes Schulfach „Gesundheit“. Laut Präventionsradar sind auch die Kinder und Jugendlichen selbst für diesen Vorschlag offen: Fast drei Viertel befürworten die Idee.

Schlafprobleme und hohe Belastung

Wie die Befragung weiter zeigt, hat fast die Hälfte der Schulkinder aus den Klassen fünf bis zehn Schlafprobleme. Seit der erstmaligen Erfassung im Schuljahr 2019/20 stieg der Anteil der Betroffenen von 36 auf 46 Prozent.

Ein steigender Trend zeigt sich zudem deutlich beim Thema Erschöpfung. 69 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich mindestens einmal pro Woche ausgelaugt und erschöpft. Vor drei Jahren waren es mit 52 Prozent noch deutlich weniger.

„Auch wenn sich für die festgestellten Probleme keine monokausalen Ursachen benennen lassen, wird man auf den Zusammenhang zwischen übermäßiger Mediennutzung und den Erschöpfungs- und Schlafproblemen von Kindern und Jugendlichen hinweisen müssen“, sagte dazu Michael Hubmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte (BVKJ).

Kinder und Jugendliche, die bis spät in den Abend soziale Medien nutzen oder, algorithmisch getriggert, aufwühlende Videos konsumieren, würden vom gesunden Schlaf abgehalten. „Auch bei dem traurigen Phänomen, dass es Kinder immer weniger vermögen, interessante Dinge im Alltag wahrzunehmen, sehe ich eine Verbindung mit der Mediennutzung“, so Hubmann weiter.

aha

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