Deutsche Krebshilfe ernennt drei neue Comprehensive Cancer Center

Bonn – Die Deutsche Krebshilfe nimmt die Universitätskliniken Kiel, Lübeck und Mannheim neu in die Liste der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCCs) auf. Insgesamt stellt die Krebshilfe 35,4 Millionen Euro für die Förderung der CCC in den kommenden vier Jahren bereit.
In den CCC behandeln interdisziplinäre Teams Krebspatienten nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, erarbeiten über die Forschung Innovationen für die Weiterentwicklung der Versorgung und ermöglichen den Zugang zu innovativen Therapie- und Behandlungsmethoden.
Rund 250.000 Betroffene profitieren nach Angaben der Deutschen Krebshilfe jedes Jahr von diesem hohen Versorgungsniveau. „Moderne Krebsmedizin nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Medizin darf jedoch nicht nur durch die CCC sichergestellt werden“, sagte Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe.
Das Ziel der Deutschen Krebshilfe sei es, dass alle Krebserkrankten hierzulande von der Expertise der Spitzenzentren profitierten – unabhängig davon, wo sie behandelt würden. Dafür verzahne man Wissen, Strukturen und Akteure eng miteinander.
Neben den neuen drei CCC fördert die Organisation nach den Empfehlungen durch eine internationale Gutachterkommission auch die Zentren Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf, Dresden, das CCC-Nord bestehend aus Hamburg/Kiel/Lübeck, das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim, das Mitteldeutsche Krebszentrum Leipzig/Jena, das CCC München und ein CCC Würzburg/Erlangen/Regensburg/Augsburg weiter.
Die Deutsche Krebshilfe hat im Jahr 2007 ihr Programm zur Förderung und Initiierung von CCC in Deutschland gestartet. Als Vorbild dienten die „Comprehensive Cancer Center“ in den USA. Eine internationale Gutachterkommission ermittelt, ob die Zentren die an sie gestellten Vorgaben erfüllen.
Insgesamt hat die Krebshilfe seit dem Jahr 2007 für das Programm rund 250 Millionen Euro aus den ihr von der Bevölkerung anvertrauten Spendengeldern bereitgestellt.
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