Deutsche sind offen für Digitalisierung im Gesundheitswesen

Hamburg – Die deutsche Bevölkerung ist für ein digitales Gesundheitswesen technisch gerüstet. Die Menschen stehen den neuen Angeboten außerdem positiv gegenüber. Das zeigt die Studie „Smart Health“ der Techniker Krankenkasse (TK). Sie beruht auf einer Befragung von 1.001 Deutschen zwischen 18 und 70 Jahren. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat die Teilnehmer hierzu nach ihrem derzeitigen Nutzungsverhalten sowie ihren Erwartungen und Wünschen an digitale Gesundheitsangebote befragt.
Danach gehen 82 Prozent der Menschen in Deutschland davon aus, dass Online-Kommunikation mit der Arztpraxis in zehn Jahren selbstverständlich sein wird. Jeder dritte Befragte (31 Prozent) wünscht sich heute schon eine ärztliche Versorgung über die Online-Kanäle. Drei Viertel der Deutschen befürworten außerdem, dass ihre Daten in einer elektronischen Gesundheitsakte gebündelt werden.
Laut Umfrage nutzt unter den 60- bis 70-Jährigen fast jeder Zweite ein Smartphone. Diese Gruppe könne sich vorstellen, darüber nicht nur Kalorienverbrauch und gegangene Schritte, sondern medizinisch verwertbare Vitaldaten zu dokumentieren, berichtet die Kasse. Dass mit ihren gesammelten Gesundheitsdaten medizinische Fortschritte erzielt werden können, glauben laut der Umfrage zwei von drei Bürgern. 61 Prozent sind sogar bereit, hierfür ihre anonymisierten Daten bereitzustellen.
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