Ärzteschaft

DGINA-Blitzumfrage: Hohe Belastung in den Notaufnahmen

  • Dienstag, 22. September 2026
/picture alliance, Sebastian Gollnow
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Berlin – Die Belastungssituation in den Notaufnahmen ist nach wie vor oftmals kritisch. Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) lag in knapp der Hälfte der Notaufnahmen (45 Prozent) zum Befragungsstichtag (2. Juni) in den letzten 24 Stunden eine Überfüllung (Overcrowding) vor – 13,7 Prozent gaben an, die Situation sei schwerwiegend oder sogar gefährlich.

Von 60,6 Prozent der 271 auswertbaren Rückmeldungen von Notaufnahmen aller drei Notfallversorgungsstufen aus allen 16 Bundesländern wurde ein sogenannter Exit-Block gemeldet, so die DGINA. Ein Exit-Block entsteht, wenn Patientinnen und Patienten, die nach Abschluss der Behandlung in der Notaufnahme stationär aufgenommen werden sollen, nicht auf eine Station verlegt werden können, weil keine Bettenkapazitäten verfügbar sind.

Ein weiterer Befund der Umfrage: Fast ein Drittel der Notaufnahmen (32,1 Prozent) meldeten der Integrierten Leitstelle eine Kapazitätserschöpfung. In den Kliniken mit entsprechender Meldung wurden 79,1 Prozent dennoch weiter mit Notfallpatientinnen und -patienten belegt.

Die Ergebnisse machen aus Sicht der Fachgesellschaft deutlich, dass Überlastung nicht nur als internes Prozessproblem der Zentralen Notaufnahmen verstanden werden kann, sondern „eng mit personellen Ressourcen, stationären Anschlusskapazitäten und regionaler Steuerung verknüpft ist“.

Nahezu zwei Drittel (63,1 Prozent) der Notaufnahmen berichteten von unbesetzten Stellen im ärztlichen Dienst und/oder in der Pflege – etwa ebenso viele (65,7 Prozent) gaben an, Personal durch akute Krankheitsausfälle verloren zu haben.

Insbesondere diese Zahlen unterstreichen laut DGINA die Notwendigkeit stabiler Personalstrukturen. Im Rahmen der Befragung hielten nur 31,8 Prozent der Notaufnahmen die pflegerische und ärztliche Personalausstattung für ausreichend.

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