Ausland

Erneut Wechsel an Spitze der US-Gesundheitsbehörde CDC

  • Donnerstag, 19. Februar 2026
Jay Bhattacharya /picture alliance, newscom, BONNIE CASH
Jay Bhattacharya /picture alliance, newscom, BONNIE CASH

Atlanta – Nach einem turbulenten Jahr ist es an der Spitze der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erneut zu einem Wechsel gekommen. Gestern ist der Gesundheitsökonom Jay Bhattacharya nach Angaben auf der CDC-Webseite als amtierender Direktor benannt worden.

Er leitet bereits die National Institutes of Health (NIH) mit Sitz in Bethesda (Maryland) und soll diese Rolle auch behalten, wie die New York Times berichtet. Demnach soll Bhattacharya vorübergehend CDC-Chef bleiben – bis US-Präsident Donald Trump die Position dauerhaft neu besetzt. Dafür ist eine Zustimmung des Senats erforderlich.

Der frühere Stanford-Forscher löst den CDC-Interimsleiter Jim O'Neill ab, der diese Position im vergangenen Sommer angetreten hatte. Zuvor war Susan Monarez nach nur 29 Tagen im Amt im Streit mit US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. über Impfthemen aus der Position gedrängt worden.

Neben Stellenstreichungen haben im vergangenen Jahr etliche erfahrene CDC-Kräfte gekündigt. Die New York Times zitiert den Experten für Infektionskrankheiten Michael T. Osterholm mit den Worten: „Ich denke, die CDC sind nur eine Katastrophe davon entfernt, selbst zur Katastrophe zu werden.“

Bhattacharya erlangte in der Coronapandemie Bekanntheit als Mitautor der sogenannten „Great Barrington Declaration“. Darin wurde gegen Maßnahmen wie Lockdowns und Schulschließungen argumentiert. US-Medien brachten den Führungswechsel in Zusammenhang mit den Midterm-Wahlen im November und einer Umstrukturierung auch im US-Gesundheitsministerium.

ggr

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