Erste länderübergreifende Bereitschaftsdienstpraxis für Brandenburg und Sachen-Anhalt eröffnet

Potsdam – Anfang April nimmt am Elbe-Elster-Klinikum in Herzberg eine neue ärztliche Bereitschaftspraxis ihre Arbeit auf. Sie ist die zehnte ihrer Art in Brandenburg, aber die erste, bei der die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Bereitschaftsdienst länderübergreifend zusammenarbeiten.
„Unsere erste Zusammenarbeit bei der Ausgestaltung des Bereitschaftsdienstes stabilisiert für beide Seiten die Versorgung in den Bereichen dauerhaft und trägt auch so zu einer zukünftigen guten vertragsärztlichen Versorgung bei“, sagte Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen-Anhalt.
Die Praxis ist Anlaufpunkt für Patienten aus den Städten Herzberg (Elster), Falkenberg / Doberlug-Kirchhain, Bad Liebenwerda, Finsterwalde sowie dem sachsen-anhaltinischen Jessen.
„Alle Anrufe an die 116117 aus der Region gehen zentral in der KV-Koordinierungsstelle in Potsdam ein. Die medizinisch geschulten Mitarbeiter nehmen die Anrufe entgegen, beraten die Patienten und koordinieren für diese die individuell richtige Versorgung. Dabei wird insbesondere auch auf die ärztliche Bereitschaftspraxis verwiesen“, erläuterte Andreas Schwark, stellvertretender Vorsitzender der KV Brandenburg. Für immobile Patienten gebe es in dringenden Fällen weiterhin einen Besuchsdienst.
„Bisher kamen Patienten außerhalb der Praxissprechstunden auch bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen direkt in die Notaufnahme. Deshalb erhoffen wir uns mit der neuen Bereitschaftspraxis eine Entlastung der Notaufnahme in den Stoßzeiten“, sagte Michael Neugebauer, Geschäftsführer des Elbe-Elster Klinikums.
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